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Ausstellung

Am Wehrhahn oder an der Heinrich-Heine-Allee? Noch stehen zwei potenziellen Standorte für das Opernhaus der Zukunft zur Wahl. Um die Standortfrage mit aller Sorgfalt entscheiden zu können, hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf die Stadtverwaltung mit der Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs beauftragt.

Für die 20 teilnehmenden internationalen Teams galt es, die mit den jeweiligen Standorten verbundenen städtebaulichen, freiraumplanerischen und verkehrliche Potentiale in städtebaulichen Konzepte aufzuzeigen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind eine zentrale Grundlage der Standortentscheidung.

Der Wettbewerb wurde als nichtoffener einphasiger städtebaulicher Ideenwettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführt. Er startet am 30. September 2022 und endete mit der abschließenden Sitzung eines unabhängigen Preisgerichts am 9. und 10. Februar 2023.

Das Preisgericht bestand dabei aus Fachpreisrichter*innen der Fachdisziplinen Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur, Sachpreisrichter*innen (Vertreter*innen der im Rat der Landeshauptstadt vertretenen Fraktionen sowie der Stadtverwaltung Düsseldorf) sowie mehreren Sachverständigen.

Aus den insgesamt 40 (20 je Standort) anonymisiert eingereichten Arbeiten wurden insgesamt sieben prämiert - 4 für den Standort Heinrich-Heine-Allee und 3 für den Standort Am Wehrhahn.

Alle eingereichten Entwürfe wurden zwis chen dem 18. Februar und 12. März 2023 öffentlicht ausgestellt. Der Besuch war kostenlos und ohne Voranmeldung möglich. Zudem bestand die Möglichkeit, sich zu einer kostenlosen Führung durch die Ausstellung anzumelden. Insgesamt wurde die Ausstellung von circa 800 Personen besucht.

Prämierte Siegerentwürfe

Hier finden Sie die prämierten Siegerentwürfe, welche in der Ausstellung ausgestellt werden.

Prämierter Entwurf 1002

Prämierter Entwurf 1002

Standort Heinrich-Heine-Allee

Das neue Opernhaus soll als Skulptur zwischen den Bäumen im Park erlebt werden. Zur Heinrich-Heine-Allee und zur Ludwig-Zimmermann-Straße hin bezieht sich das Gebäude auf die Straßen und den Maßstab der Stadt. Nach Norden und Osten steigt das Gebäude entsprechend dem Park an und verformt sich. Die Fassade neigt sich hier nach hinten, um Platz für die großen Baumkronen zu schaffen...

Prämierter Entwurf 1007

Standort Heinrich-Heine-Allee

Der Entwurf greift die ortstypische Blockrandstruktur auf und nimmt Rücksicht auf das Gartendenkmal des Hofgartens ohne dabei die Funktionsfähigkeit einer modernen und international bedeutsamen Oper zu beeinträchtigen. In der Vertikalen gliedert sich der Baukörper in zwei Elemente. Der untere nimmt die Traufkante der umliegenden Bebauung auf, wohingegen das obere Volumen als visuelle Krone über den Wipfeln der Bäume des Hofgartens sich als neue Ikone der Stadt abzeichnet...

Prämierter Entwurf 1017

Standort Heinrich-Heine-Allee

Die Jury würdigt den städtebaulichen Ansatz der Arbeit, mit einem aus den Fluchten der städtebaulichen Struktur entwickelten, kompakten Baukörper, einen halbrunden Endpunkt zum Hofgarten zu setzen. Der kreisbogenartige Abschluss nach Norden versucht nachvollziehbar eine prominente, neue räumliche Verbindung zwischen Grabbeplatz und Königsallee sowie zum Hofgarten zu inszenieren...

Prämierter Entwurf 1020

Standort Heinrich-Heine-Allee

Die übergeordnete Leitidee des Entwurfs ist es, an der Heinrich-Heine-Allee und an der Königsallee einen städtebaulichen Schlussstein zu setzen. Die Intention gelingt allseitig, da die Fügung des Baukörpers vorhandene Raumkanten und Silhouetten aufnimmt und in einer einfachen und überzeugenden Volumetrie umsetzt...

Prämierter Entwurf 2010

Standort Werhahn

Der Neubau wird als ungeschliffener „Rohdiamant“ und als „Solitär“ in die bestehende Einkaufsblocklandschaft eingefügt. Nicht Blockschliessung sondern Blockdurchwanderung ist das Ziel, um das bestehende Einkaufsviertel mit dem Opernhaus zu verschmelzen. Die einzelnen Nutzungskörper formen das innere Raumvolumen zu einer gestalteten „Raumkörperkomposition“, die von innen wie von aussen bespielt werden kann...

Prämierter Entwurf 2011

Standort Werhahn

Die Verfasser*innen schlagen vor, das vorhandene Kaufhaus im Rohbau und im Fußabdruck weitgehend zu erhalten und zum Opernhaus der Zukunft umzubauen. Zwei zukunftsweisende Zielsetzungen werden damit erfolgreich umgesetzt. Zum einen ist der Erhalt der Betonstruktur ein wesentlicher Beitrag zur CO2- Einsparung/Klimaneutralität und zum anderen kann es durch den Umbau vom Kaufhaus zum Kulturhaus gelingen, ein niederschwelliges Opernhaus in der Einkaufsstraße zu platzieren, welches sich frei macht vom Pathos konkurrierender Opernhäuser...

Prämierter Entwurf 2020

Standort Werhahn

Ganz im Sinne der Auslobung bietet der Entwurf ein bemerkenswert durchdachtes Strukturkonzept für eine in den Stadtraum integrierte Oper der Zukunft. Dies drückt sich schon städtebaulich durch die Schaffung eines gut proportionierten Eingangsplatzes an der Kreuzung Am Wehrhahn/ Tonhallenstraße aus...