
Der Wettbewerb
Zur Findung einer städtebaulichen und landschaftsplanerischen Lösung für das Areal der Bergischen Kaserne wurde im Jahr 2025 ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Das Wettbewerbsverfahren wurde in zwei Phasen durchgeführt. Ziel der ersten Phase des Wettbewerbs war es, eine städtebaulich-landschaftsplanerische Strukturskizze für das Plangebiet zu finden. In der zweiten Phase sollten die ausgewählten Konzepte dann vertiefend ausgearbeitet werden.
Aufgabe des Wettbewerbsverfahrens war die Entwicklung eines städtebaulich- und landschaftsplanerischen Gesamtkonzeptes für ein neues, gemeinwohlorientiertes und gemischt genutztes Stadtviertel mit Fokus auf Wohnen für Familien, lebendiger Quartiersmitte und Nachbarschaften, Denkmalverträglichkeit, Sport, hohe Freiraumqualität und klimaangepassten und –schützenden Städtebau.
Es sollten qualitative Räume im Sinne eines zukunftsfähigen Wohnquartiers geschaffen werden, die das Ziel der Stadt der kurzen Wege fördern. Von den am Wettbewerbsverfahren teilnehmenden Teams war zu untersuchen, welche Gebäudetypologien und welche städtebauliche Dichte für das Plangebiet verträglich sind. Die Thematik Flächeneffizienz, beziehungsweise der sorgsame Umgang mit Grund und Boden war dabei zu berücksichtigen: Ziel war es, innovative Ansätze zu entwickeln, die – trotz einer möglichst geringen Flächenversiegelung – Wohnraum mit unterschiedlichen Gebäudetypen und Geschossigkeiten schaffen, auf das Umfeld reagieren und einen spürbaren Beitrag zur Deckung des großen Wohnraumbedarfs in Düsseldorf leisten. Im Rahmen des Wettbewerbs waren Konzepte für ein neues Quartierszentrum mit Angeboten für den täglichen Bedarf zu entwickeln. Weiterhin sollte die zukünftige städtebauliche Struktur auf die vorhandenen Verkehrslärmimmissionen reagieren.
Durch einzeln bebaubare Baufelder sollte eine vielfältige Eigentümerstruktur und mit einer entsprechenden Körnigkeit ein abwechslungsreiches und zukunftsfähiges Quartier ermöglicht werden. Die absehbare abschnittsweise Entwicklung und damit das langsame Wachsen dieses neuen Stücks Stadt wurde damit unterstützt.
Des Weiteren sollte durch die Kombination und das Ineinandergreifen der neuen städtebaulichen Konzeption (auch im Zusammenhang mit den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden im südlichen Plangebiet), der freiraumplanerischen Entwicklung sowie der verkehrlichen Ertüchtigung der Fläche ein Quartier mit kurzen und spannungsvollen Wegen und vielfältig nutzbaren Freiräumen entstehen. Dadurch soll zukünftig ein lebendiges Miteinander der zukünftigen Nutzenden gefördert werden.
Wie wurde die Öffentlichkeit in das Verfahren eingebunden?
Noch bevor das Wettbewerbsverfahren mit der Entwurfsphase gestartet ist, waren alle interessierten Bürger*innen im April und Mai 2024 eingeladen, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Als Expert*innen vor Ort haben Sie mit Ihrer umfangreichen Expertise, die für die Integration des Quartiers in die Umgebung von besonderem Wert ist, hilfreiche Hinweise gegeben. Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung aus der Ideenschmiede und dem Online-Dialog wurden gesammelt und sind mit in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs eingeflossen.
Weiterhin war Ihre Mitwirkung für die Entwicklung des neuen Quartiers wichtig, um in der Planung die vielfältigen Bedürfnisse und Visionen der Gemeinschaft zu berücksichtigen. Dafür waren 4 Bausteine vorgesehen:
1 | Vertretung der Bürgerschaft
Im Wettbewerbsverfahren wurde die Bürgerschaft durch 3 Vertreter*innen kontinuierlich beteiligt. Bürger*innen haben sich als Bürgervertreter*innen beworben und sind via Losverfahren ausgewählt worden. Die Bürgervertreter*innen waren bei den Sitzungen des Preisgerichts dabei, um so die Diskussion um die Entwürfe aus erster Hand mitzuerleben und die Interessen der Bürgerschaft zu vertreten.
2 | öffentliches Zwischenkolloquium
Am 17. Juni 2025 wurden in der Grundschule Knittkuhl die Entwürfe der für die 2. Bearbeitungsphase ausgewählten Teams in einem öffentlichen Zwischenkolloquium anonymisiert vorgestellt. Alle Bürger*innen hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zu den Entwürfen einzubringen.
3 | öffentliches Abschlusskolloquium
Im öffentlichen Abschlusskolloquium sollten die finalen Entwürfe anonym durch das wettbewerbsbetreuende Büro vorgestellt werden und den Bürger*innen die Möglichkeit gegeben werden sich zu beteiligen. Aufgrund der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung Konversionsflächen auf eine militärische Nachnutzung zu prüfen, wurde das Abschlusskolloquium abgesagt. Sobald feststeht, welche Nachnutzung durch die Bundesrepublik Deutschland angestrebt wird, wird die Stadt Düsseldorf die Öffentlichkeit informieren.
4 | Ausstellung
Die eingereichten Arbeiten können unter Phase 7 "Veröffentlichung der Ergebnisse" (siehe Seitenende) gefunden werden.
Phasen
Entwurfsphase 2
In einer zweiten Entwurfsphase entwickelten die ausgewählten Teams ihre Konzepte unter anderem anhand von Empfehlungen zur Überarbeitung vom Preisgericht weiter aus. Die Entwürfe wurden am Ende der Entwurfsphase anonym abgegeben.
Aktuelle Veranstaltungen
Vergangene Veranstaltungen

Veranstaltungsdatum: Juni 17., 2025 von 16:30 bis 18:30.
Städt. Gemeinschaftsgrundschule Knittkuhl
36 Teilnehmende
