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Weniger ist mehr!

Von "Ideen-Austausch"

Zum Projekt

Ich habe den Eindruck vor lauter WOLLEN und ein MEHR zum Thema Operneubau ist das ganze Projekt mittlerweile völlig überfrachtet.

Ja – Es soll eine transparente und ansprechende Architektur sein, die zum Verweilen einlädt. Das ist selbstverständlich!

Ja – Es soll für alle Mitarbeiter und die Gesamtorganisation des Betriebes bessere Bedingungen geben.

Ja – Es soll einen öffentlich zugänglichen Bereich geben, den jeder besuchen kann. Mit Gastronomie.

Ja – Eine Oper muss die (junge) Gesellschaft mehr einladen zum Kennenlernen. (Schülertickets, Führungen, Proben beiwohnen etc.pp)

Ja – Es KANN und sollte neben klassischer Oper und Ballett auch mal andere Veranstaltungen geben, wie besondere Liederabende, Lesungen (Literaturnacht), sonstige spezielle musikalische Aufführungen, besondere Tanzvorführungen ( Kompanien der Welt) etc.pp.

Nein – zu alles in einem Haus! Wir haben ein Tanzhaus, ein Theater, ein Apollo Varieté, eine Tonhalle etc.pp. Was wir nicht haben ist ein Musical-Haus, aber das stellt noch einmal ganz andere Anforderungen, die sich m.E.n. nicht mit einem Opernhaus verbinden lassen!

Nein – zum Standort Wehrhahn. Das ist kein Standort für ein „Leuchtturmprojekt”. Ein wenig Hofgarten anknabbern ist für mich in Ordnung, wenn es einen schönen Übergang in den Park gibt. Betonung lieg auf EIN WENIG! Daher Anforderungsprofil abspecken, damit der Platz einigermaßen ausreicht. Möglichkeiten: Ein Überbauen der Heinrich-Heine-Allee? Oder ein „in die Tiefe gehen” mit Lager etc.pp?

Nein – zu einem Hochhaus-Klotz dort wie „die Tanzenden”, um das Ganze zu finanzieren! Also ein Hotel oder Bürobau, wo sich dann auch noch eine Oper hineinfügt = unterordnet. Der Veranstaltungsort selbst muss das Highlight sein!

Nein – zu windigen Eigentümern oder Projektentwicklern, bei der sich die Stadt in nicht absehbare Abhängigkeiten begibt. Und am Ende wenig Einfluss hat auf das, was hinterher wirklich heraus kommt. Oder ob überhaupt gebaut wird. Daher kommt der Wehrhahn für mich jetzt noch weniger in Frage (Herr Benko).

Fazit: Ich fände es sehr schade, wenn Düsseldorf kein reines Opernhaus mehr hätte. Und es gehört an die alte Stelle. Viele aus dem Umland kommen deshalb zu uns! Ich glaube auch nicht, dass es irgendwann kein Publikum mehr für diese Kultur gibt. Man muss die jüngeren Generationen einfach mehr einladen zum Kennenlernen dieses Genres. Das war in meiner Generation noch eher üblich. Gerade unsere Ballettkompanie ist einfach nur großartig! Das fasziniert sicherlich auch noch in ferner Zukunft jung und alt!

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Profil von Carolyn E.Carolyn E. am 14. November 2022

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